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Pelletspeicher

Zur Speicherung von Pellets gibt es viele Möglichkeiten. Manche sind extrem raffiniert, wie zum Beispiel das pneumatisch anhebbare Sacksilo, mit dem eine vollständige Raumausnutzung bei gleichzeitig vollständiger Entleerung möglich ist. Um auch hier die Kosten möglichst gering zu halten, habe ich mich für die primitivste Lösung entschieden und einen völlig überflüssigen Kellerraum von etwa 8m² zum Pelletlager umgewidmet.

Den Boden und Teile der Wände wurden mit Betonfarbe versehen, die Fenster zugemauert. 
Die Einblasrohre und die Prallschutzmatte erwarb ich bei Ki-wi-tec. Man wird dort freundlich und kompetent beraten und preisgünstig beliefert. Zwar sind diese Komponenten auch dort relativ teuer, aber nicht jenseits der Wuchergrenze, wie sonst überall.

Der Deutsche Energie-Pellet-Verband hat ein ausgezeichnetes Informationsblatt zur Lagerung von Holzpellets herausgegegeben. Dort wird die vollständige Entleerbarkeit empfohlen. In meinem Fall ist wohl der mehrmalige Einsatz einer Schaufel notwendig.
Da aber der Schüttkegel direkt über der Entnahmestelle liegt, wird das erst zum Ende der Heizperiode notwendig werden.
Nachtrag: Inzwischen habe ich die Entnahme der Pellets etwas optimiert. Für eine kontinierliche Förderung kann die Förderschnecke nicht kurz genug sein. Ausserdem sollte ein Ausbau der Förderschnecke auch bei vollem Silo möglich sein. Deshalb mündet die Schnecke jetzt auf Fussbodenhöhe in den Raum und ist fast einen Meter kürzer.

Die erste Pelletlieferung kam rechtzeitig zum Herbstbeginn.
Platzhirsch in Sachen Pellets ist in Berlin die Firma Hans Engelke.

 

 

Die regionalen Holzpelletpreise lassen sich bequem bei C.A.R.M.E.N. abrufen. Grössere Preisschwankungen gibt es in letzter Zeit nicht. Hoffentlich bleibt es auch so.

Für die erste Füllung des Pelletspeichers hatte ich einen Jahresbedarf eingeplant, also 5 Tonnen. In dem Raum sollten etwa 10 Tonnen Platz finden.

 

 

 

 

 Das Anschliessen und Verstauen der Schläuche und des Abzuggebläses dauert fast so lange wie das Einblasen selbst.

Durch die Absaugeinrichtung wird eigentlich sichergestellt, dass der Staub den Lagerraum nur über selbige verlässt. Allerdings muss man dann die Tür geschlossen halten. Um das unten stehende Foto zu machen, habe ich mich in die Staubhölle gewagt.

 

 

 

 

Die meisten Pellets fliegen zwar nicht bis zur Matte, der Berg entsteht aber trotzdem über der Entnahmeöffnung der Förderschnecke.

 

 

 

 

 

So ein riesiger Haufen Pellets ist ein wirklich schöner Anblick. Insbesondere wenn gerade die Temperaturen sinken und die Sonne immer seltener zu sehen ist. Bleibt nur zu hoffen, dass der Kellerraum wirklich trocken genug ist...

Nach der zweiten Heizperiode muss ich meine Einschätzung korrigieren: Ein nicht vollständig entleerbarerer Pelletspeicher nervt, insbesondere zum Ende der Heizperiode, wenn der Pelletberg immer kleiner, und der Einsatz der Schaufel immer häufiger notwendig wird. Glücklicherweise lassen sich schräge Wände leicht nachträglich einbauen, der reduzierte Platz reicht trotzdem für den 2-fachen Jahresbedarf.

Inzwischen ist die dritte Heizperiode vorbei und ich musste wieder zur Schaufel greifen. Damit dies nicht so häufig notwendig ist, habe ich einen Kasten um die Entnahmeöffnung herum gebaut. In der Übergangszeit reicht dessen Inhalt etwa eine Woche.

An die Schipperei habe ich mich fast gewöhnt, so häufig ist sie ja nicht notwendig. Man darf es nur nicht vergessen, sonst wird es plötzlich kalt...